Die Geschichte von den Gorgonen ist ein kolonialer - und in Verbindung mit der vergewaltigten Medusa - ein frauenfeindlicher Mythos, was ich mit meinen Bildern "Im Wald der Gorgonen" und "Gorgo Medusa" zu erzaehlen versuche.
Der Schrecken weilt jenseits unserer Grenzen: in den Tiefen der Erde und am Rande unserer Vorstellungswelt. Also werden die Schreckgestalten der griechischen Mythologie wie die Gorgonen am äußersten Rande der damals bekannten westlichen Welt verortet.
Die Geschichten der "heldenhaften Siege" über Amazonen oder die Schreckgestalten der Gorgonen markieren den Umbruch zu einer maennlichen Vorherschaft, die die Wiederkehr der einstigen Staerke und Macht von Frauen fuerchtet, die nach nichts anderem als eine Gleichstellung verlangt.
Medusa ist ein Sinnbild fuer ein allseits gefuerchtetes Ungeheuer. Dabei ist Medusa ein Opfer des Poseidon, der der jungen Medusa die Unschuld mit Gewalt raubte. Athene bestraft sie, indem sie Medusa in ein Monster verwandelt und schliesslich toeten laesst. Ein bis heute bekanntes Schema.